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Wir haben Fragen genommen, die andere an Weihnachten stellen und beantworten sie so, wie wir denken, dass sie richtig sind. Einiges davon ist Interpretation, einiges Fakt und einiges wurde so geschrieben, damit es ein gutes Gefühl rüberbringt.

Trotzdem ist davon nichts gelogen … sondern es ist echt und ernst. Aber lest selber:

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Jain. Eigentlich ist die Frage falsch gestellt, denn zu dieser Frage kann es viele Antworten geben, je nachdem, auf welcher Ebene man antwortet. Sucht man eine Person mit einem Ausweis und einer festen Meldeadresse (mit dem Namen) so muss man die Frage mit einem Nein beantworten.
Nimmt man aber die Idee, die dahinter steckt, so gibt es einige Weihnachtsmänner und -frauen, die selbstlos andere Menschen beschenken - die meisten davon dürften die eigenen Eltern oder Verwandten der Kinder sein. Aber auch abseits davon gibt es Menschen, die an Weihnachten anderen Menschen etwas schenken.
Sucht man aber nach einer Person, die alle Menschen beschenkt, so kann man, wenn man die Idee "personifiziert" und abstrahiert als Person bezeichnen, die den Menschen als Vorbild dient, anderen an Weihnachten etwas zu schenken. Somit ist dann die Idee selbst der Weihnachtsmann.

Ist Weihnachten ein christliches Fest?

Jain.
Weihnachten selbst ist ein sehr sehr altes Fest, was viele Kulturen schon vor den Christen gefeiert haben. Irgendwann mal (siehe dazu Weihnachtsfakten) kam die Katholische Kirche und hat versucht dem Fest eine christliche Note zu geben. Das Fest soll an die Geburt Jesus Christus erinnern. Geschichtlich gesehen ist die Geburt wahrscheinlich eher am Ende des Sommers, Anfang Herbst einzuordnen, statt im Winter. Doch soll das Fest ja auch "nur" an Christus Geburt erinnern, nicht dass es wirklich da stattfand.
Aber auch hier "funktioniert" es nicht wirklich, denn viele Bräuche sind gar nicht Christlich:
So hat der Tannenbaum und die Lichterketten nichts mit dem Christentum zu tun. Auch das Festmahl ist nicht wirklich Christlich (wenn man von der Reise, die Joseph und Maria gemacht haben). Die Geschenke sind, auch wenn man versucht, es als Gottes Geschenk an die Menschen zu sehen und wir es symbolisch dem gleich machen, nicht wirklich Christlich … Zu guter Letzt ist da der Weihnachtsmann, der definitiv vor dem Christuskind Entstanden ist (nicht die Historische Jesus Person, sondern die aus der Weihnachtsgeschichte) und die auch Geschenke verteilt hat.
Nun, wenn man also alle Fakten zusammenlegt, merkt man, dann es eigentlich gar nicht Christlich ist - zumal es überall auf der Welt anders gefeiert wird.
Dennoch ist, oder besser, kann es christlich sein, denn die Bedeutung eines Rituals geben wir selbst. Und wenn wir möchten, dann ist es ein Christliches Fest.

Ist der Weihnachtsmann eine Erfinung von Coca Cola?

Nein. Der Weihnachtsmann ist von der Idee her auf gar keinen Fall eine kommerzielle Figur, auch nicht von Coca Cola.

Die Figur des Weihnachtsmanns ist eine sehr alte Tradition und hat verschiedene Hintergründe. So ist die älteste Version tatsächlich die des heiligen Nikolaus aus Myra. Es gibt aber auch Väterchen Frost, der aus der russischen Region stammt, den Garbenbringer, aus dem Mitteleuropäischen Bereich und den Santa Claus aus dem nordamerikanischen Teil, der ursprünglich von Sankt Nikolaus abstammt (Niederländisch).

Bei uns unterscheiden wir den Weihnachtsmann und den Heiligen Nikolaus - auch das Christkind. Der Weihnachtsmann ist NICHT der Bischof, um den sich sehr viele Mythen handeln und auch nicht das Christkind. Es ist eine "Version", der eigentlich Menschen nur Ihre Wünsche erfüllen will - am dunkelsten Tag im Jahr. Der Nikolaus wird in Deutschland am 6. November gefeiert und ist mit dem Weihnachtsmann und dem Christuskind befreundet. Das Christuskind, dass Geschenke liefert ist bei uns der junge Jesus, der auch dem Weihnachtsmann hilft.

Coca Cola, um das noch abzuschließen, hat nur sehr viel Geld reingesetzt, damit die Geschichte eines netten Menschen, egal welchen Mythos man zugrundelegt, für die eigenen Zwecke mißbraucht wird. Deshalb wird die Figur des Weihnachtsmanns auch immer mehr Kommerziell ausgenutzt und in Werbungen eingesetzt.

Geht es bei Weihnachten um Geschenke?

Jain … Geschenke sind was tolles und in dem Fest haben die Menschen sich schon lange Geschenke gemacht. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, Wünsche zu erfüllen, darum, dass man sich besser fühlt. Geschenke sollen nur ein Mittel zum Zweck sein nicht der Inhalt.
So hat es sich in den letzten Jahren immer schlimmer dazu entwickelt, dass es nur um Geschenke geht. Im Unterschied dazu haben wir immer mehr. Wir versuchen immer mehr die Leere in uns mit Gegenständen zu schließen.
Das zeigt auch die Art, wie wir die Feste feiern - immer weniger persönlich, immer mehr und immer größer …
Wer also denkt, dass Weihnachten nur um Geschenke geht, der hat nicht verstanden, dass diese Ansicht das Fest zerstört, das Miteinander und die Hoffnung.
Macht es doch anders, werdet nicht zum Opfer oder resignierer, sondern feiert das Fest so, wie Ihr es wollt. Schenkt den Menschen Liebe, Zeit und Momente, um diese dunkle Jahreszeit zu überwinden. Nutzt das Fest, das seit Jahrhunderten genau dafür genutzt wird.
Nebenbei, wissenschaftlich gesehen, ist es so, dass Rituale uns Menschen helfen über Leid besser hinwegzukommen und die Freude wird vergrößert. (siehe hier: https://www.alltagsforschung.de/schone-tradition-die-psychologie-der-ri…)

Gibt es Weihnachtswunder?

Ja, solange man daran glaubt, gibt es sie. Es ist egal, ob man in den Religionen schaut (Jesus: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeer-Feigenbaum sagen: Werde entwurzelt und ins Meer gepflanzt! und er würde euch gehorchen. Lk 17,5–6), die Wissenschaft (Quantentheorie) oder die Psychologie bzw. Medizin (Autosuggestion, selektive Wahrnehmung oder Placeboeffekt).
Was passiert mit einfachen Worten?
Nun, stellen wir uns vor, dass jeder ein schweres Leben hat, weil die gesellschaftlichen Regeln einem das Leben eben nicht einfacher, sondern schwerer machen. Wenn dann, an einem Fest, jeder glaubt, dass es da einfacher werden wird, wird folgendes passieren:
Jeder wird mehr durchlassen, als sonst. Dadurch, dass jeder etwas toleranter ist, passieren ganz andere Sachen, die man sonst nicht erwartet … je mehr mitmachen, desto mehr potenziert es und desto mehr fällt die Sicht auf sowas. Und das Resultat ist, dass die Menschen auf "einmal" so tolerant sind, das echte Wunder passieren und keiner kann es sich erklären. Würden sie auch an anderen Tagen passieren? Theoretisch ja, aber da man so im "Alltag" ist, passiert nichts außerhalb des Plans und damit sind es auch keine Wunder.
Viele werden es kennen: Man geht ungeplant auf eine Party und hat auf einmal einen der schönsten Abende, die man je hatte. Dann geht man ein weiteres Mal dahin und der Abend ist nicht mehr so toll. Der Unterschied ist, dass das zweite Mal eine Erwartung hatte und die versucht man zu wiederholen. Wunder sind aber Situationen, die außerhalb des Plans funktionieren … und je mehr in positiver Hinsicht darauf hinarbeiten, desto besser geht es.
Aber in den Weihnachtsgeschichten fängt es auch meistens an, dass es den Menschen erstmal schlechter geht, bevor das Wunder stattfindet. Auch das ist normal, denn dies ist eine sehr dunkle Zeit. Dunkel bedeutet, dass wir weniger Vitamin D ausschütten. Durch die Feiertage und den selbstgemachten Stress steigen unsere Erwartungen ins Unermessliche …
Dann bekommen tatsächlich einige einen Absturz. Als Wunder sehen sie es dann auch an, wenn ihre übermäßigen Vorstellungen auf einmal weg sind und sich mit der Realität synchronisieren.
Liebe ist wichtiger als so manches Spielzeug oder Smartphone … Wer das nicht glaubt, der wird es schwer haben, ein Wunder zu erleben …

Warum ist das Weihnachtsprojekt nicht Christlich?

Die Idee für das Weihnachtsprojekt ist eigentlich, den Menschen etwas Gutes zu tun. Oder einfacher gesagt, es geht um Nächstenliebe. Wenn wir nun einen "religiösen" Hintergrund mit reinnehmen würden, würden wir die Menschen spalten. Bei dem Projekt würde auch dabei die "Message" verloren gehen, wozu es eigentlich da ist. Nehmen wir aber etwas Fiktives, können sich die Menschen nicht streiten und wir können, ohne jemandem auf die Füße zu treten, es so interpretieren, wie wir es wollen. So kann ich ganz einfach sagen, dass der "Knecht Ruprecht" eigentlich nur der Gehilfe vom Weihnachtsmann ist, weil der Weihnachtsmann ja alt ist. Oder er ist der "Bodyguard" von ihm und passt auch noch auf den Sack von ihm auf. Da es eine Fantasiefigur ist und wir bei der Grundidee bleiben, ist es schwer für die Menschen, etwas dagegen zu sagen.
Beim Thema Jesus aber, da streiten sich nicht nur die 3 Religionen, die eigentlich den selben Gott haben, sondern auch innerhalb der einen Religion gibt es Abspaltungen, weil man sich nicht einig ist. Wir benutzen also auch christliche Elemente (oder andere Religiöse), versuchen sie aber nicht in dem Kontext zu benutzen, sondern so, dass die Nachricht, auf die es ankommt, passt:
Liebe Deinen Nächsten.
Ob das nun religiös Interpretiert wird oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Aber niemand dürfte wohl was gegen die Nachricht selber haben, oder?

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