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Liedtext

Jingle bells, jingle bells,
heller Glockenklang,
Unser Schlitten saust dahin,
auf dem Felsenhang,
Jingle bells, jingle bells,
komm und steig mit ein,
Unser Schlitten fährt uns hin,
in Wind und Welt hinein.

Eine Decke überm Knie,
ja verliebt so wie noch nie,
Uns're beiden Hände binden
sich, ich sag ich liebe dich.
Komm jetzt steigen alle ab,
denn jetzt geht es nicht bergab,
Unser Pferdchen wird uns dankbar sein,
und wir laufen hintendrein.

Winterwelt, Wunderwelt,
herrliche Natur,
Dir mein liebes Christkind sind
wir heute auf der Spur
Winterzeit, Seligkeit
macht das Herz uns weit
Denn die ganze Welt hat heut
an das schönste Kleid.

Unser Glöcken bimmelt froh,
unser Herz schlägt ebenso
Fröhlich, heiter uns sorgenlos,
ja gleiten wir drauf los.
Unser Pferdchen schaut zurück,
so was spürt es unser Glück
Diese Schlittenfahrt ist wunderschön,
sie soll nie zu Ende gehen.

Jingle bells, jingle bells,
ich wär gern fürwahr
Heute dir so nah wie
der Wind in Deinem Haar.
Jingle bells, jingle bells,
heller Glockenton
Heute fahren wir bestimmt
der ganzen Welt davon.

Wir zieh'n uns're weisse Spur,
über Wald und über Flur,
Und die Peitsche lassen wir zu Haus,
fahr'n in die Welt hinaus.
Und jetzt geht's über den Bach,
ist das Eis auch nicht zu schwach
Doch das andre Ufer ist erreicht,
heute fühl'n wir uns so leicht.

Jingle bells, Jingle bells,
heller Glockenklang,
Unser Schlitten saust dahin
auf dem weiten Hang.
Jingle bells, jingle bells
fröhliches Geläut
Dieser Tag ist wie ein Traum,
schöne Weihnachtszeit.

Dashing through the snow in a one-horse open sleigh,
O’er the fields [hills] we go, laughing all the way.
Bells on bobtail ring, making spirits bright,
What fun it is [Oh what sport] to ride and sing a sleighing song tonight.

|: Jingle bells, jingle bells, jingle all the way.
O, what fun [joy] it is to ride in a one-horse open sleigh. :|

A day or two ago I thought I’d take a ride,
And soon Miss Fannie Bright was seated by my side.
The horse was lean and lank, misfortune seemed his lot,
He got into a drifted bank and we [we, we] got upsot.

|: Jingle bells, jingle bells, jingle all the way.
O, what fun [joy] it is to ride in a one-horse open sleigh. :|

A day or two ago, The story I must tell
I went out on the snow, And on my back I fell;
A gent was riding by In a one-horse open sleigh,
He laughed as there I sprawling lay, But quickly drove away.

|: Jingle bells, jingle bells, jingle all the way.
O, what fun [joy] it is to ride in a one-horse open sleigh. :|

Now the ground is white, go it while you’re young,
Take the girls tonight and sing this sleighing song.
Just get a bobtailed bay, two-forty for his speed,
Then hitch him to an open sleigh, and crack! You’ll take the lead.

|: Jingle bells, jingle bells, jingle all the way.
O, what fun [joy] it is to ride in a one-horse open sleigh. :|

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    Die Noten von Jingle Bells
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Jingle Bells (etwa Klimpert, (ihr) Schellen; gemeint sind die Schellen am Pferdegeschirr) ist ein Winterlied, das zwischen 1850 und 1857 vom amerikanischen Komponisten James Lord Pierpont (1822–1893) (oft fälschlicherweise James S. Pierpont) unter dem Titel The One Horse Open Sleigh („offener einspänniger Pferdeschlitten“) komponiert und 1857 bei Oliver Ditson & Co. (Boston) publiziert wurde.

1859 wurde das Lied erneut veröffentlicht, diesmal unter dem bis heute bekannten Namen Jingle Bells, or The One Horse Open Sleigh. Jingle Bells ist entgegen verbreiteter Annahme kein Weihnachtslied, da das Weihnachtsfest im Lied nicht erwähnt wird und der Text auch sonst keinerlei weihnachtliche Bezüge aufweist. Es handelt sich vielmehr um ein Lied über Pferdeschlittenrennen von Jugendlichen.

Zur Entstehungsgeschichte gibt es unterschiedliche Varianten, da es nicht als gesichert gilt, wo James Lord Pierpont, der ein Onkel des Milliardärs John Pierpont Morgan war, das Lied komponiert hat. Die beiden Orte Savannah (Georgia) und Medford (nahe Boston in Massachusetts) beanspruchen den Ort der Entstehung jeweils für sich.

Medford

1851 besuchte James Pierpont Otis Watermann in Medford, die ihn in ihrem Haus auf dem einzigen Klavier der Stadt spielen ließ, das ihrem Nachbarn William Webber gehörte. Otis Watermann war die Besitzerin der Pension Seccomb Boardinghouse, der späteren Simpson-Taverne. Nachdem Pierpoint ihr das Lied vorgespielt hatte, befand Otis Watermann das Stück als „very merry little jingle“, was ihn zum späteren Titel inspiriert haben soll. Pierpont schrieb sogleich den Text über den „one-horse open sleigh“, den offenen einspännigen Pferdeschlitten, in dem junge Männer auf der eine Meile langen schneebedeckten Strecke auf der Salem Street zwischen Medfort und Malden Square um die Wette fuhren.

Über diesen Besuch berichtete 1946 Stella Howe, die Großnichte von Mary Gleason Watermann, die das Seccomb Boardinghouse weiterführte, dem Boston Globe. Ace Collins, der Autor des 2001 erschienenen Buches „Stories Behind the Best-Loved Songs of Christmas“, fand einen Bericht in einer Zeitung aus Neuengland aus den frühen 1840er Jahren über die Uraufführung von „One Horse Open Sleigh“ während eines Thanksgiving-Gottesdienstes in Medford. Das Lied wurde von der Gemeinde so gut aufgenommen, dass die vortragenden Kinder zur Weihnachtsmesse erneut gebeten wurden, das Lied zu singen – seit dieser Zeit gilt das Stück als Weihnachtslied.

Savannah

Erst 1969 bezweifelte Milton Rahn, ein Unitarier aus Savannah in Georgia, die Medforder Version. Als 1857 auf das Lied das Urheberrecht vergeben wurde, arbeitete James Pierpont als Organist und Chorleiter an der unitarischen Kirche in Savannah, an der sein älterer Bruder John Pierpont als Pastor tätig war. James Pierpont heiratete kurz vor der Vergabe des Urheberrechts seine zweite Frau, die Tochter des Bürgermeisters von Savannah, Eliza Jane Purse. Das Haus, von dem angenommen wird, dass das Lied dort komponiert wurde, befindet sich in der Nähe der Oglethorpe Street und Whitaker Street.

Es wird angenommen, dass Pierpont das Lied ursprünglich für den Gottesdienst zum Thanksgiving-Tag komponierte und an der Sonntagsschule, an der er unterrichtete, mit den Kindern einstudierte. Die etwa 40 Kinder lernten die muntere Melodie und den eingängigen Text fast augenblicklich auswendig.

1985 errichtete die Stadt Savannah eine Gedenktafel gegenüber der Kirche, und der damalige Bürgermeister John Rousakis erklärte das Lied zu einem „Savannah Song“. Zwischen Rousakis und dem Medforder Bürgermeister Michael McGlynn entspann sich 1989 ein wenig freundlicher Briefwechsel.

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