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Liedtext

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Lasst mich ein, ihr Kinder,
ist so kalt der Winter,
öffnet mir die Türen,
lasst mich nicht erfrieren!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Mädchen, hört, und Bübchen,
macht mir auf das Stübchen,
bring euch viele Gaben,
sollt euch dran erlaben.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Hell erglühn die Kerzen,
öffnet mir die Herzen!
Will drin wohnen fröhlich,
frommes Kind, wie selig.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!

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    Die Noten von Kling Glöckchen, klingelingeling
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Kling, Glöckchen, klingelingeling ist ein deutsches Weihnachtslied aus dem 19. Jahrhundert.

Der Text wurde von Karl Enslin (1819–1875) unter dem Titel „Christkindchens Einlass“ verfasst und erschien erstmals 1854 im zweiten Heft der von dem Komponisten Benedikt Widmann (1820–1910) herausgegebenen Sammlung Liederquelle. Widmann hatte von Enslin die Erlaubnis erhalten, auch eine Reihe von dessen noch ungedruckten Kindergedichten, darunter „Christkindchens Einlass“, für seine Sammlung zu verwenden, und eine Reihe von Komponisten eingeladen, Enslins Texte zu vertonen. Die Melodie in der Erstausgabe komponierte Wilhelm Speyer (1790–1878) aus Offenbach am Main, diese Melodie stimmt aber nicht mit der heute gesungenen überein. Den Text soll Enslin dann ferner in seiner Sammlung Lieder eines Kindes (1855) veröffentlicht haben.

Der Komponist der heute bekannten Melodie konnte bislang nicht ermittelt werden. Häufig ist die Angabe zu finden, es handle sich um eine traditionelle deutsche Volksmelodie. 1873 ist die Melodie mit wenigen Abweichungen im 7. Heft der von Johann Nepomuk Ahle herausgegebenen Sammlung Geistlicher Christbaum nachweisbar, dort mit der Quellenangabe „Aus »H. Oberhoffer« kleinen Sänger“. 1882 wurde es in dem deutschsprachigen Liederbuch Liederlust und Psalter abgedruckt, das Heinrich Liebhart für den Gebrauch in methodistischen Sonntagsschulen und Familien in Cincinnati herausgab. Die gelegentlich zu findende Angabe, die Melodie sei 1884 von Benedikt Widmann komponiert worden, kann demnach nicht zutreffen.

Eine andere Vertonung von Enslins Text komponierte Carl Reinecke 1875 unter dem Titel Christkindchens Einlass op. 138 Nr. 2.

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